Leg dich nicht mit Woody an!

Mach den Wald nicht wütend. Achte beim Kauf von Holz- und Papierprodukten auf das PEFC-Siegel.

Was kann das PEFC- Siegel eigentlich?

Wenn du das PEFC-Siegel auf einem Holz- oder Papierprodukt siehst, kannst du sicher sein, dass das Produkt aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Das bedeutet unter anderem, dass für jeden Baum, der geerntet, auch wieder aufgeforstet wird.

Deswegen trägst du mit dem Kauf eines PEFC-zertifizierten Produktes zum langfristigen Erhalt unserer Wälder bei. Also: Dreh doch einfach mal um, was du kaufst und sieh nach, ob du das Siegel auf der Rückseite findest.

Mehr zum Siegel

Was hab ich denn mit dem Wald am Hut?

Ziemlich viel. Du verbrauchst Holz und Papier so gut wie jeden Tag. Hier mal ein neues Regal, kurz mal was mit Küchenpapier wegwischen, da mal was ausdrucken. Das ist alles nicht weiter schlimm. Doch bist du nicht alleine auf der Welt, und das, was du tust, machen 7,7 Mrd. Menschen weltweit auch.

Da die Weltbevölkerung immer größer wird, müssen wir darauf achten, dass unser Konsum keine Einbahnstraße, sondern ein Kreislauf ist. Mit Holz ist das machbar, denn es wächst nach. Und PEFC leistet einen Beitrag, dass unser Konsum und das Nachwachsen in der Balance bleiben. Oder anders gesagt: sich im Kreis drehen.

So viel verbrauchen wir dann auch nicht, oder?

Wir lieben Papier- und Holzprodukte und nutzen sie jeden Tag. Aber ist das viel? Viel oder wenig hängt immer von der Relation ab. Also: Lass es uns vergleichbar machen.

World Overshoot Day 2020


22.08.2020

Wo liegt das Problem?

Nun, es ist so: Wir konsumieren Holz und Papier leider so, wie wir die meisten anderen Güter auch konsumieren: Mit wenig Rücksicht auf deren Herkunft. Und auch deshalb kommt unsere Erde jedes Jahr schon frühzeitig an ihre Grenzen. 2020 wurden weltweit alle natürlichen Ressourcen, die die Erde innerhalb eines Jahres wiederherstellen kann, bereits am 22. August aufgebraucht.

Müssen wir jetzt auf den Mars ziehen?

Nein, das Ticket zum Mars kannst du wieder stornieren. Um die Welt zu verändern, müssen wir nicht nach den Sternen greifen. Eigentlich nur nach dem richtigen Produkt im Regal. Wir haben es in der Hand, die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Und nachhaltiger Konsum ist dafür ein immens wichtiger Bestandteil.

Von der Einbahnstraße zum Kreislauf

Der Weg hin zu nachhaltigem Holz- und Papierkonsum ist nur einen Blick entfernt. Achte bei Produkten aus Holz oder Papier auf das PEFC-Siegel. Gleiches gilt für Produkte, die in Papier oder Karton verpackt sind. Damit kannst du sicher gehen, dass du Produkte kaufst, die aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen.

Dein Einkauf trägt Früchte

Dass zertifizierte Waldbewirtschaftung einen tatsächlichen Unterschied macht, ist in Deutschland schon klar erkennbar. Jährlich wachsen hier 122 Millionen m3 Wald nach, wobei davon nur 76 Millionen m3 geerntet werden.3 Wie du siehst: Dein Einkauf macht den Unterschied.

Deswegen: Achte bei deinem Einkauf auf das PEFC-Siegel und rette so nicht nur die Zukunft unserer Wälder, sondern auch deine.

Tipps für nachhaltigen Konsum

  • Tipp 1: Die Gelüste optimieren

    No coffee makes you feel depresso? Uns auch. Aber keine Sorge: Das Unternehmen rezemo stellt Kaffee-Kapseln aus Holz her. Ja, du hast richtig gelesen: aus Holz. Und zwar aus PEFC-zertifiziertem Holz, das aus Süddeutschland stammt.

  • Tipp 2: Zu Holz statt zu Plastik greifen

    Ganz gleich, ob Alltagsgegenstände für den Haushalt oder besondere Geschenke an die Liebsten – greif beim nächsten Einkauf zur nachhaltigen Holzvariante, statt zu der aus Plastik. Kochlöfflel, Schneidebretter und Spielzeuge aus Holz sind einfach besser für die Umwelt und deine Gesundheit.

  • Tipp 3: Zur eigenen Lieferkette werden

    Dein Zuhause braucht ein Makeover? Aber du bist dir einfach nicht so sicher, ob die Lieferkette deines Möbelherstellers wirklich so transparent ist, wie er behauptet? Für Low-Budget Projekte empfehlen wir einfach selbst die Ärmel hochzukrempeln. Hier bist du Herr:in der Lieferkette und weißt ab jetzt auch, auf welches Siegel du achten solltest. Dieses Video gibt dir vielleicht etwas Inspiration für dein nächstes Holz-Projekt. Auf leimholzplatte.de findest du außerdem zertifizierte Leimholzplatten aus Massivholz zum nachhaltigen Heimwerken.

  • Tipp 4: Reparieren statt wegwerfen

    Dein Holztisch oder Stuhl hat einen Kratzer? Und der stört dich so, dass du kurz davor bist ihn im hohen Bogen aus dem Fenster zu werfen? Musst du gar nicht. Mische einfach Zitronensaft und Olivenöl zu gleichen Teilen zusammen. Trage die Tinktur mit einem Tuch auf den Kratzer auf und wische so lange in die Verlaufsrichtung des Kratzers, bis er weg ist. Die Säure des Zitronensafts lässt das Holz leicht aufquellen und das Öl versiegelt es wieder.

  • Tipp 5: Getränke im Glas statt im Karton kaufen

    Wusstest du, dass viele Getränkekartons zusätzlich mit Aluminium und Kunststoff beschichtet sind? Das macht das Recycling dieser Produkte extrem kompliziert bis fast unmöglich. Probier die Alternative: Kauf Milch oder Saft beim nächsten Mal doch einfach in der Mehrwegflasche.

    Quellen: Deutsche Umwelthilfe

Wo das Siegel zu finden ist?

Wir sind uns sicher, dass du ab jetzt auf das Siegel achten wirst. Wenn du aber noch mehr möchtest und aktiv auf der Suche nach zertifizierten Produkten bist, schau einfach mal hier vorbei:


  • Gute Möbel brauchen gutes Holz


  • Auch die neue Grillsaison gibt’s in nachhaltig


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