PEFC - Regional

PEFC bedeutet Vielfalt: Kein anderes System ist so offen für alle Besitzarten. Denn PEFC ermöglicht die Einbindung von Familienforstbetrieben und bäuerlichem Kleinwald in die Waldzertifizierung.

Damit trägt PEFC umfassend zum Erhalt des heimischen Waldes bei. Der Schlüssel dazu ist ein zweistufiges Vorgehen, bei dem die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung zunächst auf regionaler Ebene kontrolliert und dokumentiert wird. Erst dann können sich die einzelnen Waldbesitzerin einer Region der Zertifizierung anschließen.

Warum erfolgt die Zertifizierung auf regionaler Ebene?

Viele der Indikatoren für Nachhaltigkeit, etwa die Biodiversität, sind auf den oft kleinen und wenig repräsentativen Flächen eines Einzelbetriebs nicht überprüfbar. Ein großer Vorteil sind auch die geringeren Kosten einer regionalen Zertifizierung, die vielen kleinen Familienforstbetrieben eine Zertifizierung erst ermöglichen. Die föderale Struktur berücksichtigt in besonderem Maße die lokalen Gegebenheiten und stärkt regionale Wirtschaftskreisläufe. Das ist auch ein Beitrag zur Entwicklung der ländlichen Räume!

So werden Wälder regional zertifiziert

Eingeleitet wird das Verfahren der Zertifizierung mit der Bildung einer regionalen Arbeitsgruppe. Alle natürlichen und juristischen Personen, deren Ziel es ist, die Waldzertifizierung im Rahmen des PEFC-Systems und die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung zu unterstützen, das Bild der Forstwirtschaft in der Öffentlichkeit zu verbessern sowie die Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs Holz zu fördern, können Mitglied der regionalen Arbeitsgruppe werden. Die regionale PEFC-Arbeitsgruppe ist eine juristische Person, die sich als eingetragener Verein oder als Gesellschaft des Bürgerlichen Rechts mit einer Satzung oder Geschäftsordnung organisiert.

Die Arbeitsgruppe hat zwei wesentliche Aufgaben: zum einen die Erstellung des regionalen Waldberichtes, in dem anhand einer Checkliste von 31 Indikatoren die Waldbewirtschaftung in der Region durchleuchtet und dokumentiert wird und Ziele für die nächsten fünf Jahre gesetzt werden. Zum anderen müssen die Waldbesitzer und die Öffentlichkeit mit Informationen versorgt werden und wirksame Kontrollinstrumente, wie interne Audits und Rückkopplungsmechanismen, vorhanden sein.

Im regionalen Waldbericht wird vorhandenes Datenmaterial aus den verschiedenen forstlichen Leitbildern, Planungsinstrumenten, verfügbaren Erhebungen und sonstigen Datengrundlagen aufbereitet, das Niveau der nachhaltigen Waldbewirtschaftung wird ermittelt und es werden Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Forstwirtschaft formuliert. Die Erstellung des Waldberichtes erfolgt auf Grundlage der Indikatorenliste .

Auf Antrag der regionalen PEFC-Arbeitsgruppe überprüft eine akkreditierte Zertifizierungsstelle auf Basis des Waldberichts anhand einer umfangreichen und detaillierten Checkliste die Waldbewirtschaftung in der Region und die Übereinstimmung mit den Anforderungen von PEFC. Eine positive Beurteilung eröffnet dem Waldbesitzer in der Region die Möglichkeit, an der Zertifizierung nach PEFC teilzunehmen. Dazu ist die Unterzeichnung einer freiwilligen Selbstverpflichtungserklärung notwendig, mit der sich der Waldeigentümer zur Einhaltung aller PEFC-Standards verpflichtet. Erst dann erhält der Waldbesitzer die PEFC-Urkunde und damit auch das Recht, das PEFC-Logo zu verwenden. Die Einhaltung der PEFC-Standards wird jährlich stichprobenartig überprüft.

Wie das deutsche PEFC-System genau funktioniert, kann in der Systembeschreibung nachgelesen werden.

13 Länder, 13 Arbeitsgruppen, 13 Waldberichte

Wo sitzt die PEFC-Arbeitsgruppe in meinem Bundesland? Wer ist für die Zertifizierung zuständig? Wer ist Mitglied der Arbeitsgruppe? Was steht im regionalen Waldbericht? Welche Ziele hat sich die Arbeitsgruppe gesetzt? Was ist bei den letzten Kontrollen herausgekommen? Hier können Sie sie Details zu den PEFC-Regionen abrufen: