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Bauherren sollten dämmen – aber bitte natürlich

Stuttgart, 28. November 2013. Im kalten Winter halten sie das Haus schön warm. Im heißen Sommer sorgen sie für angenehme Kühle. Und wenn’s auf der Straße brummt und hupt, sind sie der Garant für Ruhe: Holzfaserdämmstoffe bieten sich an, Ein- und Zweifamilienhäuser vorbildlich nachhaltig zu dämmen.

„Die Frage, ob gedämmt wird oder nicht, stellt sich angesichts permanent steigender Brennstoffkosten nicht. Je teurer das Heizen wird, desto mehr Häuser werden energetisch saniert und natürlich gedämmt; es sei denn, ein Eigentümer hätte vor, Unmengen gutes Geld für Heizöl oder Erdgas zu verschwenden“, appelliert PEFC-Vorsitzender Prof. Dr. Ulrich Schraml, Wohngebäude konsequent auf Energiesparkurs zu bringen. Dafür eignen sich Holzfaserdämmstoffe, die aus heimischem Nadelholz gefertigt werden, das bei führenden Herstellern aus PEFC-zertifizierten Forsten stammt. Die Zertifizierung stellt sicher, dass Nachhaltigkeitsaspekte von Anfang an berücksichtigt worden sind und u. a. der nachwachsende Baumbestand die Erntemenge mindestens aufwiegt.

Wohnkomfort aus kontrollierten Wäldern

80 Mio. Kubikmeter Holz wachsen jedes Jahr in deutschen Wäldern nach. Davon werden rund 70 Mio. Kubikmeter geerntet und ins Sägewerk gebracht, um zunächst zu Holzbalken, Pfetten, Stäben, Konstruktionsvollholzelementen usw. sowie später zu holzfasergedämmten Holzrahmen- und Holztafelwänden, zu Nagelplattenbindern, Deckenpaneelen, Parkettfußböden, Holztreppen, Möbeln und Echtholzfurnieren etc. verarbeitet zu werden. Bereits ein Drittel der Holzerntemenge eines Jahres würde genügen, um sämtliche Neubauten in Deutschland aus heimischem Holz herzustellen. Der Überschuss von durchschnittlich 10 Mio. Kubikmetern pro Jahr hat sich über alle deutschen Forsten hinweg zu einem immensen Holzvorrat von rund 3,4 Mio. Kubikmetern summiert. Zwei Drittel der Waldfläche wird besonders verantwortungsvoll bewirtschaftet – dafür steht das PEFC-Zertifikat, mit dem diese ausgezeichnet sind. Wer ein Holzhaus baut, ein Holzfertighaus kauft, mit Holzfaserdämmstoffen dämmen lässt und dabei auf das PEFC-Zeichen achtet, kann angesichts der nachhaltigen Verfügbarkeit der Ressource Holz ein rund herum gutes Gefühl haben.

Robuste, dauerhafte Dämmprodukte

Wenn es sich um ein Bestandsgebäude handelt, schaut ein Architekt, Energieberater oder Zimmermeister nach dem Stand der Dinge und unterbreitet dann ein Angebot, wie das Haus am besten auf den vom Gesetzgeber geforderten Stand der geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV) zu bringen ist. Es dürfte jedoch ratsam sein, von vornherein einen höheren Dämmstandard als Ziel der Sanierungsmaßnahme festzulegen. Schließlich wird die EnEV mit einer gewissen Regelmäßigkeit so lange verschärft, bis man Häuser praktisch nicht mehr heizen muss. Auf Verbrennungswärme und die damit verbundenen hohen Brennstoffkosten kann man dann zwar komplett verzichten; bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg, der wie üblich mit dem ersten Schritt beginnt. Fakt ist, dass jeder Tag in einem unzureichend oder gänzlich ungedämmten Haus von unnötig hohem CO2-Ausstoß begleitet wird. Hausbesitzer sollten sich daher besser heute als morgen fragen, womit sie die Dachflächen und die Außenwände dämmen. Auch die Kellerdecke kann in vielen Fällen eine Dämmung auf der Unterseite gut vertragen, damit einmal erzeugte Wärme nicht ungenutzt oder zu früh entschwindet. Und die oberste Geschossdecke im unbewohnten Giebel sowieso – auf den Dachboden gehört schon lange eine richtig dicke Dämmung, die Wärmeverluste wirksam stoppt.

Seit Jahrzehnten am Bau bewährt

Nachhaltige Dämmprodukte gibt es rund ums Haus für so gut wie jeden Einsatzzweck. Unter den natürlichen Dämmstoffen erfreuen sich Holzfaserplatten und Gefachdämmungen aus Holzfasern größter Beliebtheit. Von Bauherren und Sanierungsinteressenten, die sich eine Steigerung des Wohnkomforts wünschen und gleichzeitig Heizkosten im großen Stil einsparen wollen, werden sie immer öfter gezielt nachgefragt. Ob man die Gebäudehülle von innen oder von außen dämmt, lässt sich nur im Einzelfall vor Ort entscheiden. Man muss sehen, was möglich ist, und dann die Marschroute hin zu einer möglichst effizienten Dämmlösung festlegen. Bauherren sollten dabei auf die Empfehlungen eines versierten Fachbetriebs vertrauen und sich bei einem Gebäudeenergieberater, Architekten oder ihrer ortsansässigen Zimmerei gezielt nach Holzfaserdämmstoffen mit PEFC-Siegel erkundigen. Adressen qualifizierter Handwerksbetriebe lassen sich bei den Dämmstoffherstellern und den Anbietern erfragen, die im Internet auf www.holzfaser.org verzeichnet sind. Fragen zur Ressourcenschonung und zur Herkunft unbedenklicher Holzfasern beantwortet www.pefc.de.

Bild: PEFC/Achim Zielke

Pressekontakt

Jan Mertens
PEFC Deutschland e.V.
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