Startseite Seite drucken Bund sieht Entwicklung der biologischen Vielfalt in Deutschlands Wäldern positiv

Bund sieht Entwicklung der biologischen Vielfalt in Deutschlands Wäldern positiv

Stuttgart / Berlin, 08.08.2017. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sieht bei der Entwicklung des Naturschutzes in vielen Bereichen, darunter auch in Deutschlands Wäldern, einen positiven Trend – Anlass gibt der zweite Rechenschaftsbericht zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS), den das Bundeskabinett am 02.08.2017 beschlossen hat. „Der Bericht zeigt, dass sich die Anstrengungen für Natur und Umwelt lohnen. Da, wo Naturschutz aktiv betrieben wird, sehen wir die Erfolge. Das gilt besonders für Schutzgebiete, viele Flüsse und Wälder“, so die Ministerin.

Um die Fortschritte in der Entwicklung der biologischen Vielfalt zu dokumentieren, nutzt die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt Indikatoren, mit denen eine zusammenfassende Erfolgskontrolle vorgenommen werden soll. Die beiden Indikatoren „Artenvielfalt und Landschaftsqualität (Teilindikator Wälder)” und „Nachhaltige Forstwirtschaft” werden zur Bewertung der Entwicklung der biologischen Vielfalt in Deutschlands Wäldern herangezogen. Die Entwicklung des Indikators „Nachhaltige Forstwirtschaft“ wird dabei am Anteil an zertifizierter Waldfläche in Deutschland festgemacht. Der Waldzertifizierung durch PEFC und FSC wird eine hohe Bedeutung zugemessen, „den Schutz der biologischen Vielfalt in Wäldern zu stärken und eine gleichermaßen ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltige Waldbewirtschaftung durch entsprechende Bewirtschaftungsmaßnahmen sicherzustellen.” Angestrebt wird ein Zielwert von 80% zertifizierter Waldfläche in ganz Deutschland. Die PEFC-Zertifizierung trägt mit 67%, das entspricht rund 7,3 Mio. Hektar PEFC-zertifizierter Landeswaldfläche, zu einem großen Teil der bereits zertifizierten Waldfläche bei. Hinzu kommen 9 % FSC-Flächen, die aber größtenteils ebenfalls PEFC-zertifiziert sind und deshalb lediglich mit weiteren 2 % zur Erreichung des 80 %-Ziels der Bundesregierung beitragen.

„Dass der Rechenschaftsbericht explizit das Ziel hervorhebt, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für einen verantwortungsvollen Einkauf nachhaltiger und legaler Holzprodukte weiter zu stärken, freut uns sehr. Denn gerade hier sehen wir noch einen großen Handlungsbedarf. In den letzten Jahren haben wir unsere eigenen Anstrengungen, Endverbraucher über das PEFC-Siegel und den Nutzen der Waldzertifizierung aufzuklären, massiv verstärkt und wollen mit unseren eigenen Kampagnen gerne unseren Beitrag dazu leisten“, so Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer von PEFC Deutschland.

Abbildung 1: Entwicklung der zertifizierten Waldfläche in Deutschland. Aus: „Biologische Vielfalt in Deutschland: Fortschritte sichern - Herausforderungen annehmen!“ – 2. Rechenschaftsbericht zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt, Seite 110.

Abbildung 1: Entwicklung der zertifizierten Waldfläche in Deutschland. Aus: „Biologische Vielfalt in Deutschland: Fortschritte sichern - Herausforderungen annehmen!“ – 2. Rechenschaftsbericht zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt, Seite 110.
© Bundesamt für Naturschutz 2017.

Der zweite Rechenschaftsbericht zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt kann unter http://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Naturschutz/nationale_strategie_rechenschaftsbericht_2017_bf.pd aufgerufen werden.

Über die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt

Die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt basiert auf einem Kabinettsbeschluss vom 07.11.2007. Die Bundesregierung erfüllt damit einen Auftrag aus der UN-Konvention zur biologischen Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD). Die Strategie zielt auf die Verwirklichung von konkreten Zielen und Maßnahmen bis zum Jahr 2020, durch die der Rückgang der biologischen Vielfalt aufgehalten werden soll.