Bei Parkett und Laminat zurück zur Natur

Ein neuer Trend: Fußböden im Used Look aus nachhaltigen Quellen mit PEFC-Zertifizierung

Ein Bodenbelag aus natürlichem Holz schafft nicht nur ein angenehmes Raumklima, sondern sieht auch klasse aus. Den Nachweis für die nachhaltige Herkunft führt das PEFC-Siegel.

Ob edles Parkett oder strapazierfähiges Laminat: Fußböden in Holzoptik erfreuen sich großer Beliebtheit. Waren es in der Vergangenheit eher die hellen Hölzer wie Buche, Ahorn und Birke, die zu den Parkett- und Dielenklassikern zählten, so liegen aktuell auch dunkle, „warme“ Holztöne im Trend. Gefragt sind dabei naturbelassene Hölzer mit kräftigen Strukturen, die das Holz so zeigen wie es gewachsen ist. Parkettböden dürfen „alt“ aussehen und müssen nicht durch Oberflächenperfektion glänzen. En vogue sind beispielsweise gebürstete Parkettböden im „Used Look“, die aus absichtlich auf alt getrimmtem, mit Gebrauchsspuren versehenem Holz bestehen.

Auf die Herkunft kommt es an

Doch nicht nur eine unverfälschte Optik spielt bei der Fußbodenwahl eine wichtige Rolle. Immer mehr Kunden interessieren sich auch für die verwendeten Materialen selbst und wollen wissen, woher das Holz kommt. Eine Orientierung gibt das PEFC-Siegel: Es steht für einen nachvollziehbaren Herkunftsnachweis von Holzprodukten aus einer verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung. Indem PEFC neben dem Wald auch die gesamte Prozesskette bei der Herstellung eines Produkts zertifiziert und durch unabhängige Gutachter kontrollieren lässt, ist die Verwendung von Holz aus zweifelhaften Quellen weitestgehend ausgeschlossen. International werden heute schon rund 240 Millionen Hektar Waldfläche auf allen Kontinenten nach PEFC-Standards bewirtschaftet. Hinzu kommen fast 10.000 Unternehmen, die sich freiwillig verpflichtet haben, nach den strengen Vorgaben von PEFC die Rückverfolgbarkeit ihrer Produkte sicherzustellen.

Thermoholz und Tropenholz

Optisch attraktiv sind dunkle Tropenhölzer, die durch ihre Exotik und Ihre Stabilität bestechen. Hier empfiehlt PEFC, besonders streng auf die Herkunft zu achten. Ein Verzicht auf Tropenholz muss nicht sein, wenn es nachweisbar aus vorbildlicher Waldbewirtschaftung stammt (Beispiel Malaysia, www.nachhaltiges-tropenholz.de). Als Alternative empfiehlt Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer von PEFC Deutschland e.V., heimische „Thermohölzer“. Hierbei werden helle, heimische Laubhölzer auf bis zu 250 Grad erwärmt und in einem natürlichen Prozess ins Dunkle verändert. Es entstehen edle, warme Holzböden in Farbtönen wie „Eiche Mocca dunkel“ – und das ganz ohne den Zusatz von Chemie und Farbstoffen. Durch die Thermobehandlung wird der Holzboden zudem bis zu viermal stabiler (als ein Massivholz-Boden). Selbst die von Natur aus „unruhigste“ Holzart Buche wird durch die Thermobehandlung so stabil, dass sie sich sogar als Holzbelag über einer Fußbodenheizung eignet.

Beim Einkauf auch auf die Möbelfarbe achten

Wer sich heute für einen neuen Fußboden in Holzoptik entscheidet, sollte dabei auch die Farbe seiner Möbel beachten. Denn Holzfarbe und Wuchsstruktur von Parkett und Laminat prägen den gesamten Raumeindruck. Helle Hölzer mit ruhiger Maserung und geringem Farbunterschied lassen Möbel besser zur Geltung kommen, dunkle Beläge mit kräftigem Holzbild rücken sich dagegen selbst in den Vordergrund. Auf dunklem Parkett wirken deshalb nicht nur Möbel in starken Farben wie rot, grün oder blau gut, sondern auch in hellen Farben bis hin zur Trendfarbe Weiß. Ähnlich wie bei den Fußböden ist auch bei den Möbeln Natürlichkeit gefragt. Im Trend liegen Möbel im „Shabby Chic – Style“, bei denen natürliche oder künstlich herbeigeführte Gebrauchsspuren wie abgeschabter Lack den Möbelstücken einen individuellen Charakter verleihen.

Einkaufsratgeber im Internet

Wo gibt es Parkett mit dem PEFC-Siegel? Welches Laminat wurde auf Holz aufgebracht, das PEFC-zertifiziert ist? Der Online-Einkaufsratgeber unter www.pefc.de/einkaufsratgeber gibt Verbrauchern Antworten auf diese Fragen. Die bundesweite Datenbank enthält Einträge von Firmen in nahezu allen Postleitzahlbereichen und wird sukzessive erweitert. Reinklicken lohnt sich!

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Catrin Fetz
Catrin Fetz
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit