Startseite Seite drucken PEFC-Erholungswaldzertifizierung leicht gemacht – Verfahren optimiert

PEFC-Erholungswaldzertifizierung leicht gemacht – Verfahren optimiert

PEFC-zertifizierter Erholungswald Heidelberg

Stuttgart, 30.07.2016. Mit Beschluss des Deutschen Forst-Zertifizierungsrat (DFZR) vom 05.07.2018 ändern sich an einigen Stellen die Standards und die Verfahren für die Zertifizierung von PEFC-Erholungswäldern. Die wichtigste Änderung: Ab dem dritten Jahr der Zertifizierung reduziert sich die Dauer der Überwachungsaudits von 1 auf 0,5 Tage. Auch müssen die Prüfungen nicht mehr notwendigerweise vor Ort durchgeführt werden. In einer Modellkalkulation, die von der zuständigen PEFC-Arbeitsgruppe angefertigt wurde und einen Zeitraum von 10 Jahren betrachtet, reduzieren sich dadurch die Kosten um 35 %. Die Änderungen sind am 24.07.2018 in Kraft getreten, sodass Waldbesitzer, die sich bisher aus Kostengründen noch nicht für eine Erholungswaldzertifizierung entschieden haben, sofort von den Optimierungen profitieren werden.

Seit 2015 können Forstbetriebe, die bereits an der regionalen PEFC-Zertifizierung teilnehmen, auf Grundlage einer einzelbetrieblichen Überprüfung ein PEFC-Zertifikat für ihren Erholungswald erhalten. Hierzu müssen sie gegenüber einem unabhängigen Zertifizierer nachweisen, dass ein Erholungskonzept für das entsprechende Waldgebiet vorliegt und umgesetzt wird. Bisher haben sieben kommunale und zwei private Waldbesitzer ein PEFC-Erholungswaldzertifikat erworben (mehr dazu unter https://pefc.de/fur-waldbesitzer/erholungswald ). Die Erfahrungen, die von den Betrieben sowie den Zertifizierern im Zuge der Audits in den letzten drei Jahren gesammelt wurden, flossen in die Beratungen der PEFC-Arbeitsgruppe „Erholungswald“ ein, die in dem aktuellen Beschlussvorschlag zur Verfahrensänderung für den DFZR mündeten.

Im Zuge der turnusmäßigen PEFC-Standardrevision, die 2019 starten wird, wird die Arbeitsgruppe „Erholungswald“ erneut zusammenkommen. Dann soll unter anderem über die Frage diskutiert werden, ob der PEFC-Erholungswaldstandard um Kriterienkataloge für Kur- und Heilwälder erweitern werden sollte.