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Jetzt wird es Zeit: Holz im Außenbereich winterfest machen

Die letzten wärmeren Tage gehen ins Land. Jetzt wird es Zeit, den Garten auf den Winter vorzubereiten. Alle Gartenelemente aus Holz wie Terrassen, Zäune, Möbel und Kübel wollen präpariert sein. Die Waldschutzorganisation PEFC gibt Tipps, was im Herbst zu tun ist.

Mit Beginn der kalten Jahreszeit bedürfen Gartenmöbel aus Holz einer ebenso intensiven Pflege wie die Pflanzen auf Balkon, Terrasse und im Garten. Besonders ratsam bei Hartholzmöbeln ist die Behandlung mit Teak- oder Hartholzöl, vor allem dann, wenn sie aus exotischen Holzarten wie Eukalyptus oder Teak hergestellt wurden. Bevor man im Frühjahr und Herbst, also zweimal pro Jahr, die Möbel mit diesen Ölen streicht, müssen sie gründlich von Staub und Fett befreit werden. Aber bitte beachten: Die Möbel müssen bei der Behandlung mit Ölen wieder ganz trocken sein, denn feuchtes Hartholz kann ölige Pflegemittel nicht richtig aufnehmen. Somit kann auch die Schutzfunktion der Mittel nicht wirken.

Anders dagegen sieht die Schutzstrategie bei Gartenmöbeln aus Nadelholz oder Weichholz aus: Bei ihnen sollten Dünnschichtlasuren oder Lacke vorgezogen werden. Welche Mittel für diesen Zweck besonders geeignet sind, erfährt der Gartenfreund im örtlichen Baumarkt oder Holzhandel bei einer persönlichen Beratung. Nach einer Imprägnierung mit Ölen, Lasuren oder Lacken werden die Gartenmöbel im Gartenhäuschen, Keller oder unterm Dach eingelagert – zumindest die aus Weichholz. Hartholzmöbel können mit entsprechender Verpackung teilweise auch im Freien lagern. Alle Lagerorte sollten aber auf jeden Fall trocken sein. Jedes Möbelteil sollte mit einer Schutzhaube abgedeckt werden, um es vor Staub, Schmutz, Ungeziefer und anderen Verschmutzungen oder Gefährdungen zu schützen. Bitte darauf achten, dass die Schutzhauben nicht luftdicht aufliegen, denn bei Luftabschluss kann Feuchtigkeit nicht entweichen und das Holz wird geschädigt.

„Als global aktive Waldschutzorganisation setzen wir uns auch für den verantwortungsvollen Umgang mit dem wertvollen Werkstoff Holz ein. Wer sein Gartenholz richtig pflegt, wirkt Verschwendung entgegen“, sagt Catrin Fetz, Pressesprecherin von PEFC Deutschland e.V. PEFC formuliert Regeln für den Umgang des Menschen mit dem Wald: Der Verein setzt ökologische, ökonomische und soziale Standards für eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder.

Terrassendielen und Balkone aus Holz sind ganzjährig der Witterung ausgesetzt. Daher werden sie stetig von Wind und Wetter angegriffen, wobei unweigerlich kleine Risse im Holz entstehen, die durch gefrierendes Regenwasser weiter aufreißen können. Zusätzlich können dort Pilze eindringen, die das Holz verrotten lassen. Deshalb sollte man bereits bei kleinen Rissen sofort handeln. Mit einem geeigneten Dichtmittel aus dem Baumarkt lassen sich diese schnell wieder schließen. Das Abschleifen des Holzes ist eine weitere gängige Methode. Allerdings ist das keine Lösung für alle Holzarten, weshalb man vorher unbedingt mit einem Fachmann sprechen sollte.

Auch bei den Holzdielen von Balkonen und Terrassen kann wie bei den Gartenmöbeln vorgegangen werden: Die Imprägnierung mit Ölen, Lasuren und Lacken ist auch bei diesen Außenanlagen die beste Art, das Holz winterfest zu machen. Die Vorgehensweise ist auch hierbei sehr einfach: Die Terrasse bzw. der Balkon werden zunächst bei trockener Witterung mit dem Schrubber gründlich gesäubert. Anschließend muss das Holz mindestens einen Tag lang trocknen, besser sind 48 Stunden. Danach wird mit der Imprägnierung des Holzes begonnen. Zwei aufeinanderfolgende Anstriche sind dabei besser als nur ein einziger. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das Holz komplett behandelt wird, denn Schwämme und Pilze setzen sich besonders gerne an unbehandelte Stellen und verbreiten sich im Holz anschließend in alle Richtungen. Eine ähnliche Vorgehensweise kann auch für alle anderen aus Holz gefertigten Anlagen im Garten, vom Gartenhaus bis zum Sichtschutz, angeraten werden.

Abschließend ein Wort zum Pflanzenschmuck auf Terrasse und Balkon: Sollten die dort stehenden Kübelpflanzen hier auch überwintern, ist es sinnvoll sie auf einen sogenannten Blumen- oder Pflanzenroller, einem Tablett auf Rollen, zu stellen, der einen wichtigen Abstand zum angefrorenen Holzboden herstellt. Der Abstand zum Boden verhindert beispielsweise, dass der Bodenfrost von unten in den Wurzelballen der Pflanze kriechen kann. So können die Pflanzen die Winterkälte gut überstehen. Das Holz von Terrasse und Balkon bleibt durch den Einsatz dieser Pflanzentrolleys frei von unschönen Abdrücken durch das Gewicht der schweren Blumenkübel. Auf diese Weise erspart man sich im Frühjahr böse Überraschungen beim Umräumen der Pflanzen.

Wenn Sie diese Tipps beachten, haben Sie auch im nächsten Sommer noch viel Spaß mit Ihrer Terrasse und Ihren Gartenmöbeln aus Holz.

Foto: PEFC / KOLLAXO