Startseite Seite drucken Auf die Herkunft kommt es an – Nachhaltige Waldbewirtschaftung beginnt mit den „richtigen“ Baumpflanzen

Auf die Herkunft kommt es an – Nachhaltige Waldbewirtschaftung beginnt mit den „richtigen“ Baumpflanzen

Ist Buche nicht gleich Buche, Fichte nicht gleich Fichte und Kiefer nicht gleich Kiefer? Mitnichten – im Wald können die Bäume, bzw. ihr Saatgut, nicht einfach „von irgendwoher“ kommen und auf jeder beliebigen Fläche eingepflanzt werden. Sonst könnten Waldbesitzern böse Überraschungen erleben, wie viele Beispiele aus Vergangenheit zeigen.

Forstliche Vertreter der Länder Bayern und Baden-Württemberg riefen aus diesem Grund vor 15 Jahren den „Zertifizierungsring für überprüfbare Forstliche Herkunft Süddeutschland e.V.“ (ZüF) ins Leben. Ziel dieser Initiative: Die Herkunft von Forstpflanzen mit genmarkergestützten Analysemethoden in jedem Stadium, von der Ernte bis zur Abgabe an den Endabnehmer, belegen zu können.

Den 15. Geburtstag beging der Verein nun im Wald von Marian Freiherr von Gravenreuth, dem Ehrenvorsitzenden von PEFC Deutschland, der seit der Gründung den Entwicklungsprozess von ZüF begleitete. An der Jubiläumsfeier nahmen rund 50 Personen, darunter Bayerns damaliger Forstminister Helmut Brunner sowie Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer PEFC Deutschland, teil.

Bereits 2006 wurde die Verwendung von Pflanzmaterial mit überprüfbarer Herkunft als Forderung in die PEFC-Standards für nachhaltige Waldbewirtschaftung aufgenommen – PEFC war damit das erste Waldzertifizierungssystem, das diesen Herkunftsnachweis verlangte. Forstliches Saat- und Pflanzgut mit überprüfbaren Herkünften garantiert eine größere Herkunftssicherheit und stellt damit die Qualität des Pflanzenmaterials sicher. So wird gewährleistet, dass die an den Waldbesitzer gelieferten Forstpflanzen auch tatsächlich aus einer Gegend stammt, die den Bedingungen des Waldbesitzes entspricht. Ist dies nicht der Fall, kann die Nachhaltigkeit der Forstwirtschaft gefährdet sein: Vitalität, Biodiversität und Leistungsfähigkeit der Wälder nehmen ab, die Fähigkeit zur Anpassung an Umweltveränderungen geht verloren und die Qualität des Holzes sinkt.