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Ablauf der Zertifizierung

Die PEFC-Zertifizierung bestätigt, dass Wälder auf nachhaltige Weise und gemäß strengen Standards bewirtschaftet werden. Sie ist ein Beweis dafür, dass Holz aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Bei PEFC wird die gesamte Forstwirtschaft einer Region begutachtet und eine akkreditierte Zulassungsstelle vergibt ein entsprechendes Zertifikat. Dadurch haben einzelne Waldbesitzer die Möglichkeit, sich der Zertifizierung nach PEFC zu stellen.

Wie funktioniert die Zertifizierung für einzelne Waldbesitzer?

Mit einer freiwilligen Selbstverpflichtungserklärung (siehe Kasten rechts) können sich Waldbesitzende bzw. der forstliche Zusammenschluss zur Einhaltung der PEFC-Standards verpflichten. In dieser Erklärung bekennt sich die Unterzeichnenden zu PEFC und verpflichten sich, den eigenen Waldbesitz nach den anerkannten deutschen PEFC-Standards zu bewirtschaften. Ferner beinhaltet der Vertrag die Verpflichtung, im Falle eines Vor-Ort-Audits dem forstlichen Gutachter der Zertifizierungsstelle Zugang zu gewähren und betriebsinterne Daten, die für die Erfassung der Waldbewirtschaftung wichtig sind, zur Verfügung zu stellen. Die für ein nachvollziehbares Audit notwendigen Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Die unterschriebene Selbstverpflichtungserklärung senden Waldbesitzende an die PEFC-Geschäftsstelle, die im Auftrag der regionalen PEFC-Arbeitsgruppe den Antrag bearbeitet. Nachdem die Selbstverpflichtungserklärung erfolgreich registriert wurde, erhalten Waldbesitzende die erforderlichen Dokumente, unter anderem die PEFC-Urkunde und die zugehörige Rechnung. Die PEFC-Urkunde gilt so lange, wie das Zertifikat der entsprechenden PEFC-Region Gültigkeit besitzt. Eine Kündigung durch die Waldbesitzenden ist jederzeit möglich.

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Die Gebühren betragen 0,18 €/ha/Jahr zzgl. MwSt. Zur Verminderung des bürokratischen Aufwandes zahlen Forstbetriebe unter 25 Hektar pauschal 5 €/Jahr. Fällig werden die Gebühren bei großen Betrieben mit einer Waldfläche von mehr als 100 Hektar jährlich, bei kleineren Betrieben wird die Gebühr für einen Zeitraum von 5 Jahren erhoben.

Wie funktioniert die Zertifizierung forstlicher Zusammenschlüsse (z. B. FBGen)?

Die Zertifizierung von forstlichen Zusammenschlüssen folgt dem bereits oben genannten Schema, jedoch mit der Ausnahme, dass die Selbstverpflichtung durch die FBG-Geschäftsstelle im Auftrag der Mitglieder unterschrieben wird. Auch wird nur eine Rechnung über ebenfalls 0,18 €/ha/Jahr, bezogen auf die gesamte teilnehmende Fläche der FBG, erstellt. Zertifikatshalter ist demnach auch nur die Vereinigung, stellvertretend für ihre Mitglieder.

Weitere Informationen zu den Besonderheiten einer Teilnahme von forstlichen Zusammenschlüssen finden Sie hier.

Was passiert beim Audit?

Wer zu den Besten gehören will, muss sich auch den Besten stellen: PEFC arbeitet mit namhaften Zertifizierungsstellen wie DinCertco, HW-Zert, SGS und TÜV Nord zusammen. Unabhängige, qualifizierte und akkreditierte Experten überprüfen vor Ort, ob die forstliche Praxis die Standards nachhaltiger Waldwirtschaft erfüllt.

Im Rahmen von Vor-Ort-Audits wird die Einhaltung der PEFC-Standards jährlich überprüft. Diese Kontrollen umfassen einen repräsentativen Anteil der teilnehmenden Betriebe in der Region. Die unabhängigen forstlichen Gutachter der Zertifizierungsstellen entscheiden bei Verstößen über die notwendigen Sanktionen (Korrekturmaßnahmen, Re-Audit, Entzug der Urkunde).

Wie genau funktioniert das, wenn PEFC-zertifizierte Waldbesitzer kontrolliert werden, ob sie auch wirklich die strengen PEFC-Standards für nachhaltige Waldbewirtschaftung einhalten? Ob sie ihr Holz zurecht als PEFC-zertifiziert und damit als ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig verkaufen? Im März 2017 war PEFC-Auditor Niels Plusczyk unterwegs im Waldbesitz von Christian Herzog von Oldenburg und überprüfte, ob alle PEFC-Kriterien berücksichtigt wurden. Der NDR produzierte hierzu einen Beitrag, dieser wurde am 21.03.2017 im "Schleswig-Holstein-Magazin" des NDR ausgestrahlt. Hier sehen Sie das Video:


Die wichtigsten Dokumente für Waldbesitzende und forstliche Zusammenschlüsse:

Bezeichnung

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Dokumentenart

PEFC-Standards für nachhaltige Waldbewirtschaftung (PEFC D 1002-1:2020, gültig seit 01.01.2021)

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normatives Dokument

Richtlinie für die Verwendung des PEFC-Logos (PEFC D ST 2001:2008)

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normatives Dokument

Richtlinie für die Verwendung der PEFC-Warenzeichen – Anforderungen (PEFC D ST 2001:2020)

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normatives Dokument

PEFC-Standards für Erholungs-/Kur- und Heilwald (PEFC D 1002-3:2020)

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normatives Dokument

PEFC-Standards für Weihnachtsbaumkulturen auf Waldflächen (PEFC D 1002-2:2014)

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normatives Dokument

Regionale Waldzertifizierung - Anforderungen (PEFC D 1001:2020)

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normatives Dokument

Merkblatt "Wald in der Krise"

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Leitfaden / Hintergrundinformationen

Merkblatt zur Brennholzaufbereitung in PEFC-zertifizierten Wäldern

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Leitfaden / Hintergrundinformationen

Merkblatt "Zu viel Wild im Wald"

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Leitfaden / Hintergrundinformationen

Gebührenordnung - Übersicht über die Kosten für Waldbesitzer (PEFC D 4003:2021)

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Verfahrensanweisung

Herzenssache Wald - das Waldspaziergangskit

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Broschüre

Die wichtigsten Argumente für PEFC - das macht PEFC einzigartig

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Broschüre

Das deutsche PEFC-System (PEFC D 0001:2014)

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Systembeschreibung

Weitere Dokumente und Broschüren finden Sie auch im Dokumentenbereich unter www.pefc.de/dokumente.