Startseite Regionale Neuigkeiten Seite drucken Stadtforst Templin: 3.600 Hektar Wald nun PEFC-zertifiziert

Stadtforst Templin: 3.600 Hektar Wald nun PEFC-zertifiziert

Bürgermeister Detlef Tabbert sowie die Stadtförster Jürgen Schuppelius und Christian Hierdies mit dem PEFC-Waldschild, das die Waldbesucher ab sofort auf die nachhaltige Bewirtschaftung des Stadtwaldes aufmerksam macht. (c) Dieter Menzel.

Die Bewirtschaftung des Stadtwaldes erfolgt auf einem fachlich sehr hohen Niveau, das ist unstrittig. Das ist Verdienst der Stadtförster Jürgen Schuppelius und Christian Hierdeis. „Die fachlich korrekte Bewirtschaftung des Waldes sei auch notwendig, da unser Stadtwald nicht nur bedeutender Naherholungsraum ist, sondern auch wichtige ökologische und ökonomische Funktionen erfüllt“, so Bürgermeister Detlef Tabbert. Seit vielen Jahren können Wälder in Deutschland zertifiziert werden. Seit 2001 unterlag der Templiner Stadtwald einem anderen Gütesiegel. Die Stadtverordneten hatten sich seinerzeit mit einem Grundsatzbeschluss dafür ausgesprochen. 

Nun hatten sie entschieden, dass der Stadtwald nach dem weltweit größten Zertifizierungssystem für nachhaltige Forstwirtschaft PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) geprüft werde. Das bedeutet, dass Fachleute untersuchen, inwieweit die Wälder nachhaltig und fachgerecht bewirtschaftet werden. Und diese Fachleute hätten in den vergangenen Jahren immer wieder deutlich gemacht, dass der Templiner Stadtforst getreu den Anforderungen der Standards bewirtschaftet wird, betont Bürgermeister Detlef Tabbert. Bei der multifunktionalen Forstwirtschaft werde zudem ein bedeutender Beitrag für den Haushalt der Stadt Templin geliefert. An der Art und Weise der Stadtwaldbewirtschaftung wird sich in den kommenden Jahren jedoch kaum etwas ändern. Denn die Stadtverordneten hätten in einem Grundsatzbeschluss zum Stadtwald schon vor vielen Jahren die nachhaltige Waldbewirtschaftung festgelegt.

Das neue PEFC-Siegel unterstütze dies, so die Stadtförster Christian Hierdeis und Jürgen Schuppelius. Denn seit 2001 werden ohnehin weder Dünger noch Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Man verzichte auf Kahlschläge, setze auf Waldumbau durch Naturverjüngung. Bürgermeister Detlef Tabbert unterstrich, dass das PEFC-Siegel deutlich macht, dass die Forstwirtschaft in der Stadt einen hohen Stellenwert genießt. Zudem könne eine spezielle Zertifizierung für Erholungswälder aufgesattelt werden. Damit wird den Waldbesuchern verdeutlicht, dass die Interessen des Tourismus mit denen der Forstwirtschaft in Einklang gebracht werden. Zudem verbessern sich mit der Zertifizierung die Vermarktungschancen. Derzeit bestehe in vielen Sortimenten ein Käufermarkt und die Käufer verlangen immer öfter zertifiziertes Holz. Nicht zertifiziertes Holz erziele dabei schlechtere Preise oder werde gar nicht mehr abgenommen, so der Bürgermeister.

Mit ca. 3.600 ha Wald gehört die Stadt Templin zu den Kommunen im Land Brandenburg mit dem größten Waldbesitz.