PEFC-Zuwachs in Hessen

Der Forstbetrieb „Gedern Wernings“ ist seit dem 12.03.2019 mit dem PEFC-Siegel ausgezeichnet und weist somit nach, dass die Bewirtschaftung seiner betriebseigenen Waldflächen auf ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Weise erfolgt.

Am 12.06.2019 besuchte Detlef Stys, Vorsitzender der Regionalen PEFC-Arbeitsgruppe Hessen e. V., den 245 ha großen Forstbetrieb bei Gedern im Wetteraukreis, um die Zertifizierungsurkunde persönlich zu überreichen. „Nur eine nachhaltige Bewirtschaftung stellt sicher, dass das Ökosystem Wald auch noch für nachfolgende Generationen als Schutz-, Nutz- und Erholungsraum zur Verfügung steht“, machte Förster Wolfram Peppler auf die nachhaltige Bewirtschaftung des durch ihn betreuten Forstbetriebs aufmerksam.

Ziel von Wolfram Peppler ist die Erhaltung eines intakten, multifunktionalen Waldes, der wirtschaftlich genutzt wird, gleichzeitig aber auch seine wichtigen ökologischen Funktionen bewahrt. Darüber hinaus soll er den Menschen Raum und Gelegenheit zur Erholung bieten und für nachfolgende Generationen erhalten bleiben. „Durch die PEFC-Zertifizierung kann der Betrieb diese Art der Bewirtschaftung gegenüber der Gesellschaft, aber auch für die Käufer der klimafreundlichen Holzprodukte transparent darstellen“ ergänzte Detlef Stys. „Die Erfolgsgeschichte von PEFC geht auch in Hessen weiter. Wir freuen uns sehr, dass sich erneut ein weiterer Forstbetrieb unserer Zertifizierung angeschlossen hat.“ Gemeinsam mit Wolfram Peppler stellte er auch die ersten PEFC-Waldschilder auf.  Mit dem Aufdruck “Dieser Wald ist anders” weist der Betrieb so die Waldbesucher direkt auf die naturnahe Bewirtschaftung seiner Wälder hin.

„Es ist für uns selbstverständlich, unsere Waldbewirtschaftung an verbindlichen Nachhaltigkeits-Kriterien ausrichten “, so Wolfram Peppler, mit Blick auf die Standards von PEFC.

„Wir haben uns ganz bewusst für PEFC entschieden, weil es hier um wirkliche Nachhaltigkeit-Standards geht, die fachlich begründet sind und den Anforderungen des Klimawandels für unseren Wald gerecht werden, ohne ideologischen Vorgaben“ betonte Peppler.

Vor-Ort-Überprüfungen durch unabhängige, externe Auditoren dienen dazu, die Einhaltung dieser und weiterer Standards zu gewährleisten. Dabei werden ausgewählte Waldbestände aufgesucht und o.a. Punkte zur Einhaltung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung überprüft. Äußerst wichtig sind für die Prüfer auch die Arbeitsverhältnisse der Waldarbeiter, etwa ob sie bei ihrer Arbeit ausreichend geschützt sind oder durch Weiterbildung gefördert werden.

Nachhaltige Bewirtschaftung bedeutet für uns, dass „keinesfalls mehr Holz eingeschlagen wird als nachwächst, dass der Baumbestand artenreich verjüngt wird, und dass dabei auch die natürliche Artengemeinschaft im Wald gefördert wird, indem zum Beispiel auch abgestorbene Bäume im Wald belassen werden“, so Wolfram Peppler.