Startseite Seite drucken Fürs guade Gfui! PEFC-Regionallabel belegt die regionale Holzherkunft

Fürs guade Gfui! PEFC-Regionallabel belegt die regionale Holzherkunft

Freising/München – Den Auftakt des fünften Bayerischen Waldtags, heuer unter dem Motto „Regionalität in der Forst- und Holzbranche“, bildete eine Vortragsreihe zum Thema „LEADER“. Unterschiedliche Akteure der Gruppe „Wein, Wald, Wasser“ aus Unterfranken referierten über die Möglichkeiten der Vernetzung von Gruppen aus dem ländlichen Raum.

Das Thema Regionalität im Marketing wurde von Professor Dr. Jutta Roosen anhand des Lebensmittelbereichs erläutert. Mit Hilfe des PEFC-Regionallabels erläuterte Wilfried Stech die Rahmenbedingungen für ein regionales Label im Bereich Forst und Holz. Wichtig sei, dass das Label glaubwürdig ist. Dies könne man mit PEFC, das durch unabhängige Dritte überprüft wird, sehr gut sicherstellen.

Die praktische Umsetzung des PEFC-Regionallabels zeigte Johann Killer, Vorsitzender der WBV Wolfratshausen, auf. Das Label „Heimisches Holz aus dem Oberland“ soll das gute Gefühl, das bei den meisten Menschen mit der Region „Bayerisches Oberland“ assoziiert wird, verkaufen. Durch das PEFC-Regionallabel bietet sich die Chance, die regionale Herkunft des Holzes, die von Entscheidungsträgern in der Region zur Kaufentscheidung beiträgt, unabhängig nachzuweisen.

Das Beispiel Schweiz zeigt, dass es möglich ist, mit einem regionalen Label im Holzbereich die Bürger zu erreichen. Der Direktor des Holzwirtschaftsverbandes „Lignum“ erläutert den Entstehungsprozess und die bisherigen Aktivitäten für das Label „Schweizer Holz“. Dem Label haben sich bis heute einige hundert Betriebe angeschlossen und auch die Schweizer Behörden akzeptieren das Herkunftszeichen für die öffentliche Beschaffung.

Foto: Christoph Stark (Lignum Schweiz) erläuterte die Vorteile von „Schweizer Holz“. (c) Zetrum Wald-Forst-Holz.