Startseite Regionale Neuigkeiten Seite drucken Fördermöglichkeiten zur Einführung einer PEFC-Zertifizierung für holzverarbeitende Betriebe über die Sächsische Aufbaubank

Fördermöglichkeiten zur Einführung einer PEFC-Zertifizierung für holzverarbeitende Betriebe über die Sächsische Aufbaubank

Über staatliche Fördermöglichkeiten zur Einführung einer PEFC-Chain-of-Custody-Zertifizierung berichtete Mitte Mai die sächsische Aufbaubank auf einer Informationsveranstaltung zur Produktkettenzertifizierung an der Technischen Universität Dresden in Tharandt. Eingebettet in die Förderprogramme der Mittelstandsrichtlinie ist in Sachsen die Förderung einer PEFC-CoC in der ersten Säule „Wissenstransfer-Umweltmanagement“ für kleine und mittlere Unternehmen möglich.

Gefördert werden die Zertifizierung der Nutzung von Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Quellen entlang der Produktkette (PEFC-CoC, FSC-CoC) sowie Beratungsleistungen in Vorbereitung der CoC mit folgenden Sätzen:

  • Beratung: bis 40 %, bei Antragstellung über einen Qualitätssicherer bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben
  • Zuwendung max. 350 €/Tagewerk, max. 8.000 € im Kalenderjahr - mind. 5 Tagewerke Beratungsbedarf
  • Zertifizierung: bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben

Nähere Informationen zur Fördermöglichkeiten der Sächsischen Aufbaubank finden Sie hier: https://www.sab.sachsen.de/publikationen/flyer/wi/umweltmgmt.pdf

Die hier dargestellten Möglichkeiten der Förderung sind einzigartig in Deutschland und bieten Anreize für sächsische Unternehmen aus der holz- und papierverarbeitenden Branche, eine Produktkettenzertifizierung im eigenen Betrieb einzuführen. Mit dieser können sie die Nachfrage sowohl von öffentlichen Beschaffungsstellen als auch privater Kunden nach zertifizierten Holz- und Papierprodukten bedienen.

Ausrichter der Veranstaltung am 17.05.2018 in Tharandt war die Umweltallianz Sachsen, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1998 zu einer anerkannten Kooperation zwischen dem Freistaat Sachsen, der sächsischen Wirtschaft und der sächsischen Land- und Forstwirtschaft entwickelt. Sie ist Ausdruck der Verantwortung von Staat und Wirtschaft für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, trägt zu einem vertrauensvollen Dialog zwischen der Sächsischen Staatsregierung und der sächsischen Wirtschaft bei und ist Impulsgeber für neue Themenfelder, Wege und Methoden. Zielgruppe der Veranstaltung waren alle an der Produktkette Holz beteiligten Erzeuger, Verarbeiter und Händler in Sachsen, deren Innungen und Fachverbände sowie Studenten der Fachrichtung Forstwissenschaften.

Zum Auftakt wurden die Beschaffungsrichtlinien des Bundes und der Länder vom Thünen-Institut erläutert. Es folgten Ausführungen der Zertifizierungsstelle NepCon zum Ablauf und Umfang einer CoC-Zertifizierung sowie Beiträge von Vertretern von PEFC Deutschland und der FSC-Arbeitsgruppe Deutschland. Ein Referat des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zu Rohstoffverfügbarkeit und Holzabsatz in Sachsen rundeten das Programm ab.