Startseite Seite drucken Entzug der Teilnehmerurkunde aufgrund Pflanzenschutzmitteleinsatzes

Entzug der Teilnehmerurkunde aufgrund Pflanzenschutzmitteleinsatzes

Zwei bayerische Waldbesitzer hatten auf Waldflächen Pflanzenschutzmitteln eingesetzt und dabei gegen die PEFC-Standards verstoßen. Beide Betriebe wurden nun von der  PEFC-Zertifizierung ausgeschlossen.

Das seit Anfang 2017 von der Regionalen PEFC-Arbeitsgruppe durchgeführte interne Monitoring überprüft zufällig ausgewählte Betriebe auf Konformität mit 9 Schwerpunktkriterien. Ein Schwerpunktkriterium ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, die nur als letztes Mittel und mit einem Gutachten durch eine forstfachliche Person eingesetzt werden.

Im Rahmen der Vor-Ort-Audits wurden Waldbesitzer und deren Waldflächen überprüft. Bei einigen Waldbesitzern wurde der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln festgestellt.

Die genauere Untersuchung ergab, dass in einem Fall kein entsprechendes Gutachten vorliegt, das den Einsatzort, die Menge oder das Mittel dokumentiert.

Im zweiten Fall verstieß der Waldbesitzer gegen rechtliche Vorschriften, als er ein Pflanzenschutzmittel einsetzte, das zum Zeitpunkt der Anwendung keine Zulassung hatte.

Beide Waldbesitzer wurden im Rahmen der Sitzung der Regionalen PEFC-Arbeitsgruppe Bayern am 25. September 2017 von der PEFC-Zertifizierung ausgeschlossen. Damit einhergehend wurde ihnen das Recht zur Nutzung des PEFC-Logos und Akronyms ebenfalls entzogen.

Wissenswertes zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in PEFC-zertifizierten Wäldern:

  • Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften, vor allem des Pflanzenschutzgesetzes.

  • Als letztes Mittel erlaubt, vorher sollten andere Möglichkeiten durchgeführt werden.

  • Dokumentation des Einsatzes durch eine forstfachliche Person.

Lassen Sie sich vor dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Wald fachlich beraten, zum Beispiel von einem Förster Ihres Forstlichen Zusammenschlusses (WBV oder FBG).

Copyright Bildmaterial: PEFC Bayern GbR