Startseite Seite drucken Auftaktveranstaltung für das ANW Projekt "BIOWILD" in Thüringen

Auftaktveranstaltung für das ANW Projekt "BIOWILD" in Thüringen

Am 07. März 2016 fand die Auftaktveranstaltung des ANW Projektes „Biodiversität und Schalenwildmanagement in Wirtschaftswäldern (BIOWILD)“ auf Schloss  Beichlingen in Nordthüringen statt. Die Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft e.V. (Bundes-ANW) als Projektträger, wird bis 2021 das Projekt, im Forschungsverbund mit den Universitäten Göttingen, der TU München und der TU Dresden, leiten.

Der Deutsche Forst-Zertifizierungsrat, als entscheidendes Gremium von PEFC Deutschland, beschloss im Jahr 2014 das Wald-Wild-Projekt der ANW mit einem jährlichen Beitrag finanziell zu unterstützen. Denn auch PEFC ist daran gelegen die Wald-Wild-Thematik stets mit neuen Erkenntnissen anzugehen und durch diese Untersuchung eine wissenschaftliche Betrachtung und möglicherweise neue Lösungsansätze zu erarbeiten.

In 5 Projektregionen mit einer Gesamtfläche von ca. 25.000 ha und unterschiedlichen Waldgesellschaften in Baden-Württemberg, dem Saarland, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordrhein-Westfalen, werden nun künftig die Forschungsarbeiten laufen. Ziel dieser Forschung ist es, den Einfluss von Schalenwild auf die Biodiversität zu erfassen und neue Strategien zur Herstellung einer Balance zwischen natürlicher Vegetation und Wildbesatz zu erproben. Dabei werden jagdliche Maßnahmen durch eine intensive Kommunikation mit den auf der Fläche handelnden Akteuren, wie z.B. Waldbesitzer und Jagdausübungsberechtigte, begleitet. Vegetationskundliche und wildökologische Verhältnisse werden vor und nach der Umstellung der jagdlichen Aktivitäten durch ein wissenschaftlich fundiertes Monitoring erfasst.

Das Teilprojekt Thüringen wurde aufgrund der besonders edellaubholzreichen Waldzusammensetzung mit in den Versuchsaufbau einbezogen. Es findet vielfältige Unterstützung durch einen großen privaten Forstbetrieb und die Kirche, als angrenzenden Waldeigentümer.

In der Auftaktveranstaltung des Forschungsprojektes wurden zunächst die Forschungsziele transparent dargestellt. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde die Zusage gemacht, interessierte Gruppen, wie Jäger und Waldbesitzer, über den Projektverlauf zu informieren und durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit auf regionaler und überregionaler Ebene das Fortschreiten regelmäßig zu kommunizieren.

Nähere Informationen erhalten sie unter:

http://www.anw-deutschland.de/